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Costa Blanca » Elche


Elx ist eine Stadt, die den Besucher durch ihre Vielfalt an Angeboten überrascht. Die verschieden Zivilisationen, die im Laufer der Zeit durch diese Gegend mit einem sehr ausgedehntem Gemeindegebiet (326 Km2) zogen, vervielfachen die Möglichkeiten, eine privilegierte landschaftliche Umgebung sowie einen hervorstechenden kulturellen und architektonischen Reichtum geniessen zu können.

Erst kürzlich wurden der Stadt von Seiten der UNESCO gleich in zwei Fällen die Auszeichnung des Weltkulturerbes verliehen, und zwar für den Palmenhain Palmerar d’Elx und das Misteri d’Elx (Mysterienspiel). Dies zeigt die universelle Anerkennung der traditionellsten Werte von Elx auf, die es über Jahrhunderte hinaus zu erhalten wusste, damit wir sie heute geniessen können.

Elx verfügt über eine historische Innenstadt mit bemerkenswerten Denkmälern und Gebäuden. Mit dem Einfall der Araber im 8. Jahrhundert wurde die römische Siedlung Illce von L’Alcúdia zu ihrem derzeitigen Standpunkt verlegt. Die Route entlang der Denkmäler ermöglicht die Besichtigung der wesentlichen architektonischen Stile, welche die Geschichte Europas seit dem 10. Jahrhundert geprägt haben.

Die Stadtlandschaft in Elx ist einzigartig, da ein grosser Teil des Palmenhains, der grösste in Europa, in die Altstadt integriert ist. Um dieses Naturjuwel besser geniessen zu können, hat man zahlreiche Gärten in öffentliche Parks und Grünanlagen umgewandelt.

Landschaft
Der Gemeindebezirk steckt voller Überraschungen, wie beispielsweise seine 12 Kilometer von der Stadt entfernte Küste, die über 9 Kilometer Strand im beneidenswerten Zustand verfügt. Dank der spärlichen Bebauung sind wertvolle Naturgebiete, wie die Dünen von Carabassi und die Strände von La Marina d’Elx erhalten geblieben.

Ebenfalls erwähnenswert sind die Touristenzentren L’altet, Els Arenals del Sol und La Marina d’Elx. Man kann natürlich auch die drei typisch mediterranen Feuchtgebiete mit aussergewöhnlichen, biotopischen Charakteristika geniessen: den der Parc d’El fondo d’Elx-Crevillent bietet und auf dessen 2.387 Hektar man eine grosse Vielfalt an Flora und Fauna bestaunen kann; den Clot de Galvany, ein bedeutendes Reservat einheimischer Spezies, und ausserdem den Parc Natural de les Salines de Santa Pola-Elx.

In dem Camp d’elx kann man ebenfalls die archäologische Fundstätte L’Alcúdia besichtigen, zu der die Strasse nach Dolores führt. Hier fand man die iberische Büste der Dama de Elche und man  kann deren eigenes Museum besuchen. Im Gemeindegebiet von Puçol befindet sich das Zentrum für traditionelle Kultur, das Centre de cultura Tradicional, das die zahlreichen Zeugnisse der Völkerkunde von Elx ausstellt.

Weltkulturerbe
Elx ist eine der wenigen Städte weltweit, in der gleich zwei seiner emblematischsten Elemente zum Weltkulturerbe erhoben wurde: der Palmerar und das Misteri d’Elx. Beide sind eng mit der einheimischen Geschichte und Identität verbunden, die ohne sie nicht zu verstehen wären.

Palmerar d’Elx
Die Palmengärten sind zum ausdruckstärksten Bild von Elx geworden.  Der Palmenhain ist weit mehr als eine Lanschafts-, Natur oder Touristenbesonderheit, er ist vielmehr Teil der Identität der Bevölkerung, der ihr ein besonderes Stadtbild verleiht. Die Präsenz der Palme in der Verzierung iberischen Geschirrs aus dem zweiten Jarhundert vor Christus belegt ihre Verwendung in Riten und Feiern dieser Kultur. Nichtsdestotrotz hat das heutige System der Pflanzungen und Bewässerungen seinen Ursprung in der muslimischen Kultur.
Der Palmenhain besteht aus etwa 200.000 Exemplaren und wird durch ein Gesetz geschützt, das seine Pflege und Erhaltung sichert. Die Palme ist nicht nur Element einer einmaligen Landschaft, sondern ebenfalls Lieferant von Datteln und des weissen Palmblattes. Dieses spielt am Palmsonntag (Fest von internationalem touristischen Interesse) eine wichtige Rolle und findet sich im Misteri d’Elx wieder, wo ein Engel ein weisses Palmblatt vom Himmel bringt und der Jungfrau übergibt.
Die am häufigsten besuchten Gärten sind der Huerto del Cura, der Parc Municipal, der Parc Jaume I und der Parc del Filet de For a.

Misteri d’Elx
Bei dem Misteri oder der Festa d’Elx handelt es sich um ein sakrallyrisches Schauspiel mittelalterlichen Ursprungs, welches zu den Darstellungen zu Ehren von Mariä Himmelfahrt im Süden Europas zählt. Nach dem Verbot von Theateraufführungen innerhalb der Kirche durch das Konzil von Trient wurde das Misteri d’Elx zur einzigen Darstellung dieser Art, indem es im Jahr 1632 eine Bulle vom Papst Urbanus VIII erhielt. Diese paralithurgische Zeremonie diente dazu die Lehre von Mariä Himmelfahrt zu verbreiten. Das Werk ist in 2 Akte- die Vespra und die Festa – geteilt und wird alljährlich am 14. Und 15. August im Inneren der Basilica der Muttergottes aufgeführt.
Eine der Besonderheiten des Schauspiels bestehet darin, dass keiner der auftretenden Sänger dies berufsmässig ausübt. Auch die Teilnahme der Personen die an der Aufführung und der Aufstellung des komplexen Bühnenbildes mitwirken, ist unentgeltlich.

Der Raum der Festa, wie das Misteri d’Elx von den Einheimischen bezeichnet wird, teilt sich klar in eine Horizontale auf dem Boden und eine Vertikale über dem Boden auf. Im Zentrum des Kirchenschiffs der Basilika wird eine rechteckige Bühne, der sog. Cadafal, aufgestellt, zu der man über eine lange, als Andador bezeichnete Rampe gelangt. Oben schwebt die Himmelnachstellung, die in der Kuppel angebracht wird.
Hervorzuheben ist besonders der Gebrauch von Flugapparaten wie der Mangrana (Ganatapfel), l’Araceli und der Coronació (Krönung), die spektakulären Erscheinungen von Engeln, die Himmelfahrt der Jungfrau oder ihre Krönung durch die Heilige Dreifaltigkeit möglich machen.

Feste
Die festlichen Aktivitäten in Elx erleben im August ihren Höhepunkt. Die Feierlichkeiten zu Ehren von Maria Himmelfahrt (Virgen de la Asunción) werden mit dem Misteri, einem Mittelalterlichen Schauspiel, begangen, das den Tod und die Himmelfahrt der Mare de Déu, der Jungfrau Maria, darstellt. Die Nit de l’Albà (Nacht der Dämmerung) voller Pulvergetöse und Farbenfreude erleuchtet in der Nacht des 13. August den Himmel über der Stadt.
Ein weiteres tief in der Tradition verwurzeltes Fest ist die im Dezember begangene Vinguda de la Mare de Déu de l’Assumpció (Die Ankunft der Muttter Gottes). Dort wird der Fund des Schreins, der – so will es die Tradition - das Bildnis der Jungfrau sowie die Consueta (Partitur des Mysterienspiels) enthielt, durch den Küstenwächter Francesc Cantó dargestellt. Die Semana Santa, die Karwoche, begint in Elx mit dem Diumenge de Rams (Palmsonntag), der zum Fest von Internationalen Interesse erklärt wurde und an dem die Teilnehmer Tausende von aus der Stadt stammenden, weissen Palmblättern tragen.
Feiern und Geschichte treffen im August bei den “Mauren und Christen”, erneut aufeinander, deren Embajada (Botschaft) und Desfiles (Umzüge) man unbedingt beiwohnen sollte.

Gastronomie
Elx bietet Ihnen eine grosse kulinarische Vielfalt. Das bekannteste Gericht der einheimischen Küche ist der Arros am crosta (überbackener Reis), wenngleich ebenfalls die Reisgerichte mit Kaninchen und Schnecken und der nicht weniger schmackhafte Putxero anb tarongetes (Eintopf mit Klösschen) hervorzuheben sind. Unter den Desserts sind vor allem die einheimischen Früchte (Datteln, Feigen, Granatäpfel,…..) sowie die Tortada d’Elx (Mandeltorte) oder das Pa de Figa (Feigenbrot) zu erwähnen. Die traditionellen Getränke sind vor allem das Destillat aus der Blüte des Schopflavendels, der Anis de Paloma (Anisschnaps mit Wasser) oder der Dattellikör.


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Luftfoto vom Palmenpark


Palmenpark


Eingang vom Palmenpark


Palmenpark


Saltzsee von Santa pola


Castillo fortaleza de Santa Pola


Innenplatz castillo fortaleza de Santa Pola


Plaza de basílica de santa Maria


Basílica de Santa Maria


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